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Weiterbildung „Spezielle Schmerztherapie“

Voraussetzung

  • 80-stündiger Kurs "Spezielle Schmerztherapie" (sollte vor oder sonst so früh wie möglich innerhalb der WB erbracht werden)

Allgemein

  • Grundlage der Weiterbildungsinhalte ist die Weiterbildungsordnung der bayerischen Landesärztekammer (http://www.blaek.de/weiterbildung/wbo_2010/C/Seiten/f_SpezSchmerzth.htm und http://www.blaek.de/weiterbildung/wbo/richtlinien/rl_bereiche/f_schmerz.htm)
  • Ansprechpartner während der gesamten Weiterbildung sind Oberarzt Dr. Priv.-Doz. E.-M. Brede und FOA Dr. T. Wobbe (Ambulanz) sowie Frau Prof. Dr. H. Rittner und FOÄ Dr. M. Fischer, FOA K. Rammelt (Tagesklink).
    Weiterbildungsermächtigte: Frau Prof. Dr. H. Rittner.
  • Interdisziplinäre Fortbildung und Fallkonferenz wöchentlich während des Semesters (Teilnahme an mindestens 20 Konferenzen)
  • Teamsupervision
  • Vorbereitung von Fortbildungen/Fallkonferenzen (mindestens 3)
    Parallel Einarbeitung in den Akutschmerzdienst mit Übernahme von Wochenendvisitendiensten

Weiterbildungsablauf

Ambulanz: Monat 1-4 alternativ 9-12

  • Grundlagen bei der Erhebung einer standardisierten Anamnese inkl. Fremdbefunden sowie einer Schmerzanalyse unter Berücksichtigung des bio-psycho-sozialen Behandlungsmodells:
    Interpretation des Schmerzfragebogens der Deutschen Schmerzgesellschaft. Untersuchung nach schmerztherapeutischen und funktionellen Gesichtspunkten.
  • Gemeinsame Beratung des Patienten/der Patientin mit Festlegung eines Therapiezieles mit Erstellung eines inhaltlich und zeitlich gestuften medikamentösen Therapieplanes unter Berücksichtigung ambulanter physiotherapeutischer/ergotherapeutischer/psychologischer Therapieangebote
  • Standardisierte Dokumentation sowie differenzialdiagnostische Abklärung und Therapieanpassungen im Rahmen der täglich durchgeführten Teambesprechungen.
  • Einführung in die Konsiliartätigkeit des Zentrums für Interdisziplinäre Schmerzmedizin sowie in die Tumorschmerztherapie
  • Invasive Schmerztherapie: ganglionäre Opioidanalgesie, diagnostische und therapeutische Lokal- und Leitungsanästhesie, plexus- und rückenmarksnahe Analgesien im Rahmen des Akutschmerzdienstes.
  • Einweisung in die Konzepte und Arbeitsabläufe des peri-/postoperativen Akutschmerzdienstes des UKW
  • Vorbereitung von Fallkonferenzen und abteilungsinternen Fortbildungen.

Schmerztagesklinik: Monat 5-9 alternativ 1-5

  • Einführung in die Konzepte der multimodalen Schmerztherapie unter Berücksichtigung des bio-psycho-sozialen Erkrankungsmodells
  • Standardisierte Dokumentation und Therapieanpassungen im Rahmen der täglich durchgeführten Besprechungen bzw. der wöchentlichen Teambesprechungen unter Berücksichtigung der Bedürfnisse des Patienten/der Patientin
  • Einführung in die Grundzüge des Medikamentenentzug (Nicht-Opioide und Opioide)
  • Enge Kooperation mit Angehörigen anderer Berufsgruppen, wie Ärzten anderer Fachrichtungen (Neurochirurgie, Neurologie, Psychiatrie/Psychosomatik, Innere Medizin: Rheumatologie, Stoffwechselambulanz)
  • Einführung in multiprofessionelle Behandlungsstrategien chronischer Schmerzen und ihrer psychiatrischen Komorbiditäten mit Psychotherapeutinnen, Physiotherapeutinnen, Ergotherapeutinnen, Sportwissenschaftlern, Pflegenden, Arzthelferinnen und Sozialpädagoginnen zur Förderung des interprofessionellen Lernens.
  • Vorbereitung von Fallkonferenzen und abteilungsinternen Fortbildungen
  • Einführung in Stimulationstechniken und physikalische Therapie sowie übende Verfahren im Rahmen der multimodalen Therapie.

Schmerztagesklinik: Monat 10-12 alternativ 6-9

  • Vertiefung der oben aufgezählten Aufgaben und Inhalte.
  • Eigenständige Durchführung der in den Monaten 1-5 vermittelten Verfahren.
  • Schulungen und Patientenedukation.